Tag der offenen Tür am neuen Hochbehälter

Es ist ein großes Projekt zur Optimierung der Wasserversorgung der Gemeinde Limeshain. Mit dem Bau eines weiteren Hochbehälters oberhalb des Ortsteils Himbach wurde das Speichervolumen des Trinkwassers deutlich erhöht, von bisher rund 800 Kubikmetern auf etwa 2.000 Kubikmeter. Beim Tag der offenen Tür hatten Bürgerinnen und Bürger nun die Möglichkeit, sich ein Bild vom Ausmaß und der Technik der neuen Anlage zu machen und mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen. Die Inbetriebnahme ist für Ende des Jahres oder im Januar geplant.
26.10.26 / Gemeinde Limeshain

In seiner Begrüßung hob Bürgermeister Adolf Ludwig die Bedeutung der Maßnahme hervor. „Eine stabile Trinkwasserversorgung gehört zu den wichtigsten Aufgaben einer Kommune. Wir wollen zukunftsfähig bleiben“. Der vergangene Sommer habe gezeigt, dass eine zuverlässige Wasserversorgung hohen Stellenwert genießt. Aber vor allem auch vor dem Hintergrund, dass die Gemeinde seit den 1970ern, aus der die alte Anlage stammt, stetig gewachsen sei, habe man diese Entscheidung getroffen. Die Kosten für die Erweiterung betragen knapp vier Millionen Euro. Entsprechend dankte Ludwig den Gemeindegremien, die jederzeit hinter dem Projekt standen. Er würdigte die zuverlässige Arbeit der beteiligten Firmen und Behörden, sowie Tim Elbrecht vom Bauamt der Gemeinde, und den Mitarbeitern vom Bauhof, insbesondere Wassermeister Volker Weber und Marc-André Leinhaas.

Marc Müller, beratender Ingenieur des gleichnamigen Ingenieurbüros, das mit der Ausschreibung der wesentlichen Bauleistungen beauftragt war, betonte wie sein Vorredner den Wert einer zuverlässigen Bereitstellung sauberen Trinkwassers und erläuterte anschließend einige Details der Anlage. Die besteht aus einer wärmegedämmten Stahlhalle mit Satteldach und einer Grundfläche von rund 29 auf 15 Metern. Im Inneren stehen zwei geschweißte Edelstahltanks mit jeweils zwölf Metern Durchmesser und einer Höhe von rund sechs Metern, die jeweils 600 Kubikmeter Wasser aufnehmen können.

Ludwig wies auf die stationäre Netzersatzanlage in einem separaten Containergebäude hin, die ebenfalls zur Baumaßnahme gehörte. Sie versorgt im Notfall die Hochbehälter, die Wasseraufbereitungsanlage und den Tiefbrunnen IV, aus dem die Gemeinde ebenfalls Wasser gewinnt, mit Strom. Auf dem Hallendach wurde zusätzlich zur bestehenden Tisch-Photovoltaikanlage (PV) neben dem alten Hochbehälter eine weitere PV-Anlage installiert. Auch der Entwässerungskanal aus den 1950er Jahren wurde erneuert. Die Betriebszufahrt und die Betriebsflächen wurden befestigt sowie die Außenanlage samt Einzäunung neugestaltet.

Im März 2025 war der Spatenstich für die neue Anlage. Die Vorplanungen hatten Ende 2021 begonnen. Es folgten Ende 2022 der Beschluss der Gremien zur Bauweise und im Frühjahr 2024 der Beschluss zur Notstromanlage, PV-Anlage und Kanalerneuerung. Im November 2024 wurde die Baugenehmigung erteilt und einen Monat später begann die Vergabe der Bauleistungen. Die Erd-, Stahlbeton-, Rohrleitungs- und Außenanlagenarbeiten einschließlich der Stahlhalle wurden von der Firma Hinterlang aus Bad Endbach ausgeführt.

Die Behälteranlagen sowie die Installation der Edelstahlrohrleitungen übernahm die Firma Hydro-Elektrik aus Ravensburg. Die Elektroplanung lag in Händen des Ingenieurbüros Mauder und für die Anlagentechnik ist narz systems aus Herbstein zuständig. Die ökologische Baubegleitung erfolgte durch Gabriele Ditter vom Büro für Landschafts- und Gewässerökologie aus Erlensee.